15.02.2017

Marktanreizprogramm 2015

Mit erneuerbaren Energien kann der Wärmeenergiebedarf für Heizung und Warmwasser gedeckt werden und einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Wenn die Heizanlage des Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhauses auf Solarthermie, Biomasse oder eine effiziente Wärmepumpe umgestellt wird, werden nicht nur Heizkosten gespart, sondern auch von attraktiven Investitionszuschüssen profitiert, die der Gesetzgeber zum 01. April 2015 noch einmal verbessert hat – vor allem bei der Modernisierung, aber auch im Neubau.

Über das Marktanreizprogramm können Investoren die Anschaffung von Solarwärme-Anlagen fördern lassen. Die Förderung erfolgt auf Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und erfolgt zu Festsätzen je Quadratmeter installierter Kollektorfläche. Mit Wirkung ab 01.04.2015 gelten neue Fördersätze für das Marktanreizprogramm (MAP). So wird die Basisförderung für die Installation von Solarkollektoranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung auf 140 Euro/qm festgesetzt. Als Mindestzuschuss werden aktuell 2.000 Euro gezahlt. Für die gleichzeitige Errichtung einer Solarwärmeanlage zusammen mit einer Wärmepumpe oder einem Biomassekessel beträgt der Kombinationsbonus aktuell 500 Euro zusätzlich zum Mindestzuschuss. Ebenfalls 500 Euro zusätzlich gibt es als Kesseltauschbonus. Die Bilanz des MAP von 2015 zeigt auf, in welcher Form die Solarthermie profitiert:

  • Wärmetechnologien profitieren in unterschiedlichem Ausmaß von MAP Novelle.
  • Besserstellung kommt bislang am meisten der Wärmepumpe zugute (Neubauförderung!).
  • Solarthermie: Seit Mai sehr stark wachsende Zuwächse bei den Antragszahlen (30%, 29%, 23%).
  • Stand August liegen die kumulierten Antragszahlen aber noch unter dem Vorjahreswert.
  • Aber: Erheblicher Bearbeitungsrückstand bei BAFA!
  • Impuls für Kollektorabsatz bislang nicht zufriedenstellend!
  • Prozesswärme: Jetzt auch Förderung von Pellets/ Wärmepumpe!
  • Heizungsoptimierung: Bislang keine Daten verfügbar!

Quelle: FG Markt und Kommunikation BSW, Stand: Oktober 2015


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